Kreis Waldshut. Zu ihrer Frühjahrestagung am 10.2.2023 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen Kirchengemeinden und kirchlichen Dienste in der Versöhnungskirche in Waldshut.
Die Synode wurde mit einem Abendmahlsgottesdienst unter Leitung von Dekanin Vogel eröffnet, die in dieser Funktion zum letzten Mal vor ihrem Ruhestand vor die Synode getreten ist. Eine Sonderkollekte wurde zugunsten der Diakonie Katastrophenhilfe im Erdbebengebiet erhoben.
Wichtigster Tagesordnungspunkt der Tagung der knapp 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchengemeinden und anderen kirchlichen Dienste waren die Finanzen des Kirchenbezirks. Der Bezirk nimmt, ergänzend zur Arbeit der Gemeinden vor Ort, Aufgaben wahr, bei der die übergemeindliche Zusammenarbeit im Vordergrund steht. Dazu finanziert er unter anderem kirchliche Arbeitsbereiche wie vielseitige Jugendarbeit, Polizei-, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge und ebenso die kirchenmusikalische Arbeit sowie die Zurüstung ehrenamtlicher Mitarbeitenden für Gottesdienste und Seelsorge. Dabei entscheiden die Mitglieder der Bezirkssynode mit ihrer Kenntnis der Bedürfnisse vor Ort nach demokratischen Grundsätzen über die Verwendung der anvertrauten Kirchensteuermittel.
Armin Schnurr, Leiter des Verwaltungsservice der Kirchenbezirke Hochrhein und Markgräflerland (Landkreise Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald) erläuterte Fragen zum Haushalt und zu den von der Landeskirche kurzfristig für die Aktion "Wärmewinter" bereitgestellten Finanzmitteln. Diese konnten von Gemeinden und diakonischen Einrichtungen abgerufen werden, um z.B. zusätzliche Begegnungs- und Hilfsangebote für diejenigen zu schaffen, die von den explodierten Energiepreisen betroffen sind.
Beispielhaft wurden auch zwei Projekte der vielfältigen Arbeit in den Blick genommen, für die in der Vergangenheit bereits Finanzmittel vergeben wurden. Schuldekanin Martina Dinner hat zum diesjährigen Alpha-Kurs nach Waldshut einladen. Der Alpha-Kurs ist ein Glaubenskurs, der, ursprünglich in England entwickelt, mittlerweile in vielen Ländern ungezwungenen Austausch zwischen Menschen fördert, die dem Glauben in ihrem Leben Raum geben wollen. Synodenvorsitzender Felix Lohrer berichtete über das Baumhaus-Camp, das im Jahr 2023 zum zweiten Mal für interessierte junge Menschen Elemente von Erlebnispädagogik, Natur- und Selbsterfahrung sowie Gemeinschaft im Glauben verbindet. Koordiniert werden die Termine und Einsätze von der Kadelburger Pfarrerin Andrea Kaiser, die auch Bezirksjugendpfarrerin ist sowie von Sven Holtkamp, der als Diakon im Schulunterricht tätig ist.
Die Bezirkssynode dankte Pfarrerin Heidrun Moser (Kirchengemeinde Albbruck - Görwihl) sowie dem Pfarrehepaar Ina und Mathias Geib (Kirchengemeinden Bonndorf und Oberes Schüchttal) für die langjährige Arbeit im Kirchenbezirk. Heidrun Moser wird Ende Mai, Ina und Mathias Geib Ende Oktober in den Ruhestand gehen. Gemeinden und Bezirk sind bestrebt, die Stellen bald wieder zu besetzen.
Die Tatsache, dass die verschiedenen Arbeitsbereiche der Evangelischen Kirche stark von Kirchenmitgliedern selbst bestimmt werden, bedingt auch immer wieder, dass Ehrenamtliche in Leitungsgremien entsendet werden; so wurde diesmal dem Aufsichtsgremium des Verwaltungs- und Serviceamts Hr. Karl-Wilhelm Frommeyer als stellvertretender Vorsitzender empfohlen.
Bedauerlicherweise konnte der Synodenvorsitzende Felix Lohrer noch keinen Termin für die Wahl einer Dekanin, eines Dekans bekannt geben, die den Bezirk von Dekanin Christiane Vogel übernimmt. Dekanin Vogel übergibt Anfang März ihre Amtsgeschäfte an den stellvertretenden Dekan Markus Wagenbach (Gemeindepfarrer Höchenschwand-Häusern) zur kommissarischen Verwaltung. Am 26. März wird sie von Landesbischöfin Heike Springhart in einem öffentlichen Gottesdienst in der Versöhnungskirche Waldshut in den Ruhestand verabschiedet.
Die Mitglieder der Bezirkssynode wurden mit einem Segenswort der Tiengener Pfarrerin Dr. Susanne Illgner (Stellvertretende Vorsitzende der Synode) verabschiedet.
Text: Felix Lohrer
Bilder: Dr. Rudolf Kellerer










