Simone Falk wurde in Santo Angelo in Brasilien im Bundesstaat Rio Grande do Sul geboren und ist dort aufgewachsen. Im gleichen Bundesstaat studierte sie Theologie in São Leopoldo und nach einem Jahr in São Bento do Sul im Bundesstaat Santa Catarina. Nach dem Abschluss des Studiums erhielt sie ihre erste Pfarrstelle gemeinsam mit ihrem Ehemann in Mato Grosso in Nordbrasilien, 3000 km entfernt von ihrer Familie und dem bisherigen Umfeld. In Mato Grosso wurde sie ordiniert.
Den Wechsel hatte sie sich nicht gewünscht, aber als eine große Chance erlebt. Sie konnte mit den Menschen dort das Wort Gottes weitergeben und in der Gemeindearbeit erfahrbar machen. Ihr persönlicher Schwerpunkt war die Frauenarbeit. In der Zeit entstanden intensive Kontakte und viele persönliche Beziehungen, die Arbeit trug sichtbar Früchte.
Schwerpunkt: Frauenarbeit
Nach drei Jahren konnte das Paar in eine Gemeinde in Südbrasilien wechseln. In der bestehenden Gemeinde war Gemeindeaufbau mit Frauenarbeit, Glaubenskursen und neuen Gruppen möglich und erfolgreich. Im Jahr 2013 wurde ihre Tochter geboren.
Zur theologischen Forschung über Frauenarbeit erhielt Simone Falk ein Stipendium der EKD. Sie studierte an der theologischen Fakultät in Würzburg, jedoch vermisste sie sehr die praktische Arbeit als Pfarrerin. Inzwischen lebt ihr Ehemann von ihr geschieden mit ihrer Tochter in der Schweiz.
Wechsel an den Hochrhein
Die badische Landeskirche hat sie nach ihrer Erfahrung mit offenen Armen begrüßt und den Wechsel nach Südbaden ermöglicht. Frau Falk wird ab 1. September ihre Arbeit im Probedienst im Kooperationsraum Kadelburg aufnehmen und im Pfarrhaus in Jestetten wohnen.
In ihrer Verkündigung möchte sie besonders davon berichten, was der Glaube an Jesus Christus in der realen Welt und im Leben der Menschen bewirkt. Dabei soll die Frage nach der Verbesserung in der Welt durch die Gemeinde betont werden. Gott wirke weiterhin durch Wunder, die in vielen kleinen Erfahrungen von Menschen wahrgenommen werden.
Frau Falk berichtet, dass sie sehr freundlich empfangen wurde, dass sie Menschen treffen möchte, die von einer guten Entwicklung in der Kirche träumen können. Eine einladende Kirche biete Platz für die Menschen, die am Reich Gottes mitbauen möchten. Und das nicht nur für die Kirchengemeinde, sondern für den Ort, für die Gemeinde als Ganzes.