27.4.25 Entwidmung der Kirche Dogern

Eine würdige Feier, die Trauer, Dankbarkeit und Zuversicht ausstrahlte, feierten Gemeindeglieder der Kirchengemeinde Waldshut mit vielen Gästen am 27. April 2025 zur Entwidmung der Auferstehungskirche in Dogern. Trauer und emotionale Bewegung der Betroffenen waren deutlich zu spüren.
Die Entwidmung nahm Prälat Dr. Marc Witzenbacher symbolisch mit dem Löschen der Kerzen auf dem Altar vor. 

Beeindruckende Vorbereitung
Bei Sonnenschein und Wolken zeigte sich die Kirche in Dogern noch einmal von der besten Seite. Die Kirche war mit Fototafeln geschmückt, die an Ereignisse der vergangenen Jahre erinnerten. Ein geschmackvoll gestaltetes Liedblatt mit vielen Fotos lag auf jedem Platz und die Kirche füllte sich bis zum Beginn des Gottesdienstes zu geschätzt 99 %, einschließlich des Gemeindesaals. Musik an der Orgel (Christa Lingg) und mit Querflöte (Herbert Gramsch) füllte die eher kleine Kirche perfekt. Viele waren gekommen, um bei der Entwidmung mitzuwirken: die Theologen Prälat Dr. Marc Witzenbacher, Dekan Markus Wagenbach, Pfarrerin Nicole Otte-Kempf und Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig und die Ehrenamtlichen Ulrike Grether, Anne-Hermaid Kellerer, Eugenie Lohrer und Felix Lohrer. Unter den Gottesdienstbesuchern wurde u.a. Bürgermeister Fabian Prause und Dekanstellvertreter Pfarrer Michael Born (Laufenburg) gesehen.
Predigt: Abschiedsschmerz und Hoffung
In seiner Predigt ging Prälat Witzenbacher auf die unterschiedlichen Gefühle der Menschen in Dogern ein. Er bezog sich bei seinen Ausführungen auf Verse im ersten Kapitel des ersten Petrusbriefs im Neuen Testament. Im Text wird die Freude nach einer Zeit der Trauer angekündigt. Witzenbacher unterstrich die Hoffnung und die Freude, die nicht abhängig sei von äußeren Umständen, sondern beruhe auf dem Vertrauen auf Jesus Christus. Für alles, was in der Kirche erlebt wurde, dürfe man dankbar sein. Der Abschied sei mit Wehmut, aber auch mit Dankbarkeit, Freude und Hoffnung verbunden.
Dank
Pfarrer Bopp-Hartwig dankte im Namen der Kirchengemeinde für langjährigen Orgeldienst der Kirchenmuskdirektorin i.R. Trude Klein und der Organistin Christa Lingg. Er dankte Felix Lohrer, der sich an vielen Stellen für die Kirche in Dogern und ihre Technik eingesetzt habe, u. a. mit der Untersuchung des Glockenturms zur Überprüfung der Stabilität. Eugenie Lohrer hatte sich seit über vierzig Jahren für den Unterhalt der Kirche und der Außenanlagen, für Sauberkeit und Schmuck eingesetzt und in vielen Gottesdiensten mitgewirkt. Bopp-Hartwig dankte ihr sehr herzlich.
Abschied
Anschließend wurden die Bibel und das Antependium vom Altar, Abendmahlsgeschirr und Osterkerze, das Orgelbuch und symbolisch ein Gesangbuch aus der Kirche getragen und im Vorraum aufgestellt. 
Die Gemeinde war zu einem Apéro im Gemeindesaal und im Gottesdienstraum eingeladen, das wurde gerne angenommen.