Bezirkssynode Frühjahr 2024

Die Frühjahrssynode unseres Kirchenbezirks Hochrhein war von einstimmigen Wahlen und sehr interessanten Berichten geprägt.
Die Synode fand im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Tiengen statt. Dekan Markus Wagenbach hielt zum ersten Mal den Gottesdienst vor den Beratungen. Die musikalische Begleitung hatte Klaus Bürger übernommen. Während Wagenbachs ermutigender und eindrücklicher Predigt wurde es ganz still. Sie gab Richtung für die Entwicklung des Kirchenbezirks.

Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Eröffnung der Beratungen durch Felix Lohrer
Felix Lohrer eröffnete als Vorsitzender der Bezirkssynode die Beratungen und ließ über den Wahlmodus abstimmen; Ergebnis: offene Abstimmung.
Wahlen
Für den Verwaltungsrat des Verwaltungs- und Serviceamtes Lörrach (VSA) waren Delegierte nachzuwählen. Einstimmig wurde Dekan Wagenbach und Ulrike Grether als Delegierte gewählt und Christoph Jacobi als Stellvertreter für alle Delegierten. Zusammen mit Karl-Wilhelm Frommeyer ist damit die Vertretung des Kirchenbezirks im Verwaltungsrat wieder komplett.
Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Vorsitzender der Bezirkssynode Felix Lohrer
Ergebnisse der Klausurtagung des Bezirkskirchenrats (BKR)
Dekanstellvertreter Michael Born berichtete von der Klausur im Kloster Hegne. Dort überlegten die Mitglieder des BKR, was die Zukunft des Kirchenbezirks auf längere Sicht prägen sollte. Es ging dabei nicht um eine Planung, sondern darum Wünsche und Hoffnungen zu diskutieren und einen Konsens zu finden. Gerade wenn man die Realität wahrnimmt, dass es viele Rückgänge und Abbrüche gibt, ist eine klare Orientierung, eine Zielfindung für die Zukunft erforderlich. In den Beratungen wurde deutlich, dass es außer Reduktionen auch viele Aufbrüche gibt, von denen überwiegend nur die direkt Beteiligten wussten.
Orientierung für die Zukunft
Nach Beratungen, die alle Mitglieder einschlossen, wurde folgender Leitspruch einstimmig angenommen:
Evangelische Gemeinden am Hochrhein:
Verwurzelt in Christus, der Welt und den Menschen in Liebe zugewandt – so leben wir unseren Glauben und strahlen aus in die Region.
Um das konkret werden zu lassen, wurden anschließend gleich Schwerpunkte für Aktionen oder für Förderung durch den Bezirk beschlossen.
1. Aufbau einer Kommunikationsplattform
2. Förderung von Schulung, Bildung, Coaching
3. Förderung und Vernetzung von glaubensstärkenden Angeboten
4. Diakonisches Handeln in den Gemeinden anbahnen und fördern
5. Großzügige Förderung von Angeboten für Kinder und Jugendliche
6. Raum lassen für die Förderung von besonderen Aufbrüchen in den Gemeinden
Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Dekanstellvertreter Michael Born
Zum Punkt 1 (Kommunikationsplattform) berichtete der Vorsitzende der Bezirkssynode, Felix Lohrer, dass der den Bedarf im Kirchenbezirk in einem kleinen Team sammeln will, um dann über eine Einführung der Plattform entscheiden zu können.
Berichte
Lisa Rotzler (Wehr) berichtete über ein Treffen mit Vertretern der zukünftigen katholischen Großpfarreien im Landkreis zur Ökumene. Es lag ein Auftrag der Erzdiözese an die Arbeitsgruppe vor, einen Vorschlag für die ökumenische Zusammenarbeit zu erarbeiten. Informationen über die bereits existierenden Arbeitskreise Christlicher Kirchen (ACK) in Bad Säckingen und in Waldshut lagen nicht vor.
Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Lisa Rotzler
Pfarrerin Andrea Kaiser berichtete ausführlich über das Projekt Jugendbus oder „DREAMLINER Frei-Raum“. Ein ausrangierter Polizeibus wird zur Zeit von Jugendlichen, also der Evangelischen Bezirksjugend, so umgebaut, dass er für Events von Jugendlichen und Kirchengemeinden genutzt werden kann. Der Bus ist 12m lang und wird so umgestaltet, dass er als Wohnmobil zugelassen werden kann. Dazu erhält er eine Kochgelegenheit, eine Sitzecke, Stromnetz und eine Musikanlage. Zum Fahren benötigt man allerdings eine LKW-Führerschein. Mehr darüber unter https://evangelische-jugend-hochrhein.de/vor-ort/unser-bus oder bald auf Instagram unter ev.jugendbus.hochrhein. Manchen versetzte beim Zuhören schon die Perspektive auf Mitmachen ein sichtbares Kribbeln.
Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Der Dreamleiter Freiraum vor dem Umbau
Stefani Günther berichtete in Vertretung für Andreas Harder (Geschäftsführer des Diakonischen Werks Hochrhein) dankbar, dass der Zuschuss des Kirchenbezirks die psychologische Beratung von geflüchteten Ukrainerinnen durch eine Psychologin in Kiew weiterhin ermöglicht. Die Beratungsstunden werden gern und vollständig genutzt.
Pfarrer Matthias Hasenbrink berichtete als Bezirksdiakoniepfarrer von vielen Wechseln und Änderungen im Diakonischen Werk, von der Konzentration der Migrationsberatung auf die Caritas und von der Beteiligung an der gemeinnützigen GmbH „Haus der Diakonie“ in Wehr-Öflingen.
Schuldekanin Martina Dinner informierte über Beschränkungen bei der Erteilung von evangelischem Religionsunterricht im Kirchenbezirk, weil Lehrkräfte fehlen. Regelmäßig werden Kurse zur Erlangung der entsprechenden Lehrbefähigung (Vokatio) angeboten. Der Bedarf lässt sich aber nicht abdecken, es fehlt der Nachwuchs.
Erfreut zeigte sie sich über die jungen Erwachsenen, die sich für den Alpha-Kurs in Waldshut gewinnen ließen.
Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Martina Dinner
Dekan Wagenbach zufolge ist der Strategieprozess ekiba2026 wegen der ausstehenden Klassifizierung der kirchlichen Gebäude im Bezirk nicht abgeschlossen. Deshalb können im Moment noch keine Bauvorhaben aus dem Kirchenbezirk durch den Evangelischen Oberkirchenrat genehmigt und bezuschusst werden.
Die Bildung von Kooperationsräumen und die Begleitung durch das Prozessbegleitteam ist abgeschlossen. In den fünf Kooperationsräumen wurde je zwei Treffen moderiert und dokumentiert.
Die effiziente Verteilung von Aufgaben der Pfarrpersonen in den Kooperationsräumen soll durch die Erarbeitung von Dienstplänen unterstützt werden, die mit den betroffenen Kirchengemeinderäten abgestimmt werden.
Der Missbrauchsbericht über eine große Zahl von Vorfällen in der Evangelischen Kirche hat zu großer Betroffenheit geführt. Umfassende Schulungen und Schutzkonzepte bei Mitarbeitenden im Bezirk und den Kirchengemeinden sollen Wiederholungen vorbeugen.
Frühjahrssynode 2024 Kirchenbezirk Hochrhein
Dekan Markus Wagenbach
Dekan Markus Wagenbach berichtete darüber, dass zum 1. April Mareke Tschan als Diakonin ihren Dienst in Tiengen aufnehmen wird.
Zum 1. September wird Nicole Otte-Kempf ihren Dienst als Pfarrerin in Waldshut und als Klinikseelsorgerin aufnehmen. Für die übrigen Vakanzen gab es noch keine Bewerber/innen.