„Wie tickt die Generation Z?“ Miss Germany in der Kadelburger Bergkirche
21.01.2024, 17.00 Uhr, Kadelburg - mit Bericht
Miss Germany in der Kadelburger Bergkirche und Auftaktveranstaltung zum Projekt „Jugendbus“
Zwei Themen hatten so viele Menschen in die Bergkirche in Kadelburg gelockt, dass sie weitgehend gefüllt war. Mit Menschen allen Alters, der hohe Anteil von Jugendlichen war auffallend.
Zu Gast war Kira Geiss, die amtierende Miss Germany, eine Miss anderer Art. Seit einigen Jahren hat sich der Wettbewerb verändert: Hervorgehoben werden durch den Titel „Miss Germany“ Frauen, die Verantwortung übernehmen, als Vorbild gelten können und damit eine weltoffene und moderne Gesellschaft prägen. Kira Geiss ist in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv.
Der Blickfang beim Ankommen war aber in jedem Fall der große grüne Reisebus, der von den Jugendlichen des Bezirks zu einem "Jugendbus" umgestaltet werden soll.
Der Bus vor der Kadelburger Bergkirche
Nach der musikalischen Eröffnung mit Salome Kaiser, Thomas Kaiser und Jan Welp befragte Balthasar Kaiser, Synodaler der Evangelischen Landeskirche in Baden und EKD- Synodaler die Miss Germany 2023: Kira Geis.
In beeindruckender Weise berichtete sie von ihrer persönlichen Entwicklung. Sie will aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen für Veränderungen, für Sinneswandel werben.
Zum Thema "Schönheit" sagte sie, dass kein Klischee Frauen - und Männern - übergestülpt werden solle. Die Bibel sage in verschiedenen Stellen aus, dass dass Gott uns alle so geschaffen habe, dass er davon sagen kann, es ist gut geworden. Sie werbe dafür, dass alle Menschen ihre natürliche Schönheit zur Geltung bringen können und darauf auch stolz sind.
Aber es gehe ihr nicht in erster Linie um das Thema Schönheit. Frauen sollen gehört werden und auch junge Frauen sollen Verantwortung übernehmen können. Dazu sei die Förderung von Selbstbewusstsein der Schlüssel - und das gelte genauso für junge Männer. Selbstbewusstsein habe auch mit Orientierung zu tun. Für Jugendliche sei es oft schwierig zu entdecken, welche berufliche Entwicklung sie einschlagen sollten.
Mit dem Preisgeld von der Miss-Wahl habe sie die Entwicklung einer App angestoßen, die Berufe vorstellt. Ähnlich wie Tinder soll die App ein "Speed-Dating mit Berufen" ermöglichen.
Ihr sei es auch wichtig, dass Gottesdienste für Jugendliche attraktiv seien. Dazu müssten Jugendliche gefragt werden und gehört werden. Entscheidend sei das Miteinander-Reden, sich über Wünsche und Erwartungen austauschen und Entscheidungen gemeinsam treffen. Sie frage sich, ob man die Sitzungen von Kirchengemeinderäten (KGR) so gestalten könnte, dass die Teilnahme auch für Jugendliche interessant sei. - Einschub von Balthasar Kaiser: "Wir haben drei Jugendliche für den KGR gefunden und sie gewählt."
Der Bus
Pfarrerin Andrea Kaiser, Bezirksjugendreferent Jan Welp und Carlo stellten das Projekt "Jugendbus" vor. Er ist schon 32 Jahre alt, also nicht mehr ganz jugendlich, und soll nach den Wünschen der Jugendlichen umgebaut werden. Dafür hat die Gemeinde Jestetten einen geschützten Platz für den Umbau zur Verfügung gestellt. Zum Namen des Busses wurden Vorschläge gesucht und konnten auf Karten geschrieben werden.
Zum Busprojekt kommentierte Geiss, es brauche Zeit für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen. Kleine Ziele mit Geduld angehen und darauf achten, dass man dabei viel Spaß hat.
Anschließend konnte der Bus besichtigt werden. Ab sofort soll in jeder Woche am Umbau gearbeitet werden. Parallel zur Besichtigung gab es Kürbissuppe, Getränke und feste Speisen. Allem wurde gerne zugesprochen.